
Bestattung Reinickendorf
Bestattung in Reinickendorf: zehn landeseigene Friedhöfe und ihre Wege
Reinickendorf ist bezirklich geprägt: Zehn landeseigene Friedhöfe werden von einer einzigen Friedhofsverwaltung geführt. Für Angehörige ist das eine Erleichterung, weil Absprachen an einer Stelle laufen. Unterschiede gibt es dennoch - vor allem bei Lage, Wegen und Grabarten.
Eine Verwaltung für zehn Friedhöfe
Die Friedhofsverwaltung des Bezirksamts Reinickendorf am Waidmannsluster Damm verwaltet nach eigener Angabe zehn landeseigene Friedhöfe. Träger ist das Land Berlin; dort wird unabhängig von Konfession und Weltanschauung beigesetzt (§ 2 Abs. 2 Friedhofsgesetz Berlin (FriedG) vom 1. November 1995, gelesene Fassung Stand 1. März 2020). Angeboten werden auf den Reinickendorfer Friedhöfen je nach Standort Erd- und Urnenwahlgrabstellen, Erd- und Urnenreihengrabstellen sowie Gemeinschaftsanlagen für Erd- und Urnenbeisetzungen.
Neben den landeseigenen Friedhöfen gibt es im Bezirk katholische Friedhöfe: den Domfriedhof St. Hedwig an der Ollenhauerstraße, dessen Kapelle von 1907 bis 1908 als Baudenkmal eingetragen ist, und den St. Sebastian-Friedhof an der Humboldtstraße. Dort gilt nicht die Gebührenordnung des Landes, sondern die Ordnung des Trägers.
Friedhöfe am Stadtrand: Lage, Baumbestand und Anfahrt
Der Friedhof Reinickendorf an der Humboldtstraße ist mit 15,5 Hektar nach Angabe des Bezirksamts der flächenmäßig größte landeseigene Friedhof des Bezirks: eine parkähnliche Anlage von 1890 mit geometrischer Wegestruktur, einer Friedhofskapelle an zentralem Platz, alten Baum- und Heckenbeständen und drei Ehrengrabstätten. Der Friedhof Heiligensee an der Sandhauser Straße liegt am Tegeler Forst, hat dichten Baumbestand und hügeliges Gelände und führt Erdreihengrabstätten in Rasenflächen; hier liegt das Ehrengrab von Hannah Höch.
Der Friedhof Wittenau am Thiloweg ist an seiner Kapelle von 1907 bis 1908 mit Elementen frühgotischer märkischer Backsteinbauweise zu erkennen und hat Familiengrabstätten alteingesessener Wittenauer Familien sowie drei Ehrengrabstätten. Der Friedhof Lübars am Zabel-Krüger-Damm wurde nach 1890 auf einem Ackerstück angelegt; die heutige Kapelle entstand 1954 bis 1956. Weil die Wege im Norden Berlins länger sind, planen wir Überführung und Termin so, dass Trauergäste nicht warten müssen. Zum Ablauf im Sterbefall lesen Sie Trauerfall.
Friedhöfe in Reinickendorf im Überblick
Friedhof Reinickendorf
Humboldtstraße 74-90, 13403 Berlin
Träger: landeseigen, Bezirksamt Reinickendorf
15,5 Hektar, nach Angabe des Bezirksamts der flächenmäßig größte landeseigene Friedhof in Reinickendorf; parkähnliche Anlage seit 1890, Friedhofskapelle, drei Ehrengrabstätten; Urnengemeinschaftsanlage, Urnenwahl- und Urnenreihengrab, Erdgemeinschaftsanlage, Erdwahl- und Erdreihengrab.
Quelle: berlin.de, Bezirksamt Reinickendorf, Friedhofsverwaltung, abgerufen am 2026-09-02
Friedhof Heiligensee
Sandhauser Straße 110, 13505 Berlin
Träger: landeseigen, Bezirksamt Reinickendorf
1908 bis 1911 angelegt, 1912 eröffnet; dichter Baumbestand und hügeliges Gelände in Nähe des Tegeler Forsts; Kapelle; Ehrengrab von Hannah Höch; Erdreihengrabstätten in Rasenflächen, Urnen- und Erdgemeinschaftsanlage.
Quelle: berlin.de, Bezirksamt Reinickendorf, Friedhofsverwaltung, abgerufen am 2026-09-02
Friedhof Wittenau
Thiloweg 2, 13437 Berlin
Träger: landeseigen, Bezirksamt Reinickendorf
Kapelle von 1907 bis 1908 mit Elementen frühgotischer märkischer Backsteinbauweise; Einfriedung mit Ziegelpfeilern und schmiedeeisernem Stabgitter; drei Ehrengrabstätten; Urnenwahl-, Urnenreihen-, Erdwahl- und Erdreihengrabstellen.
Quelle: berlin.de, Bezirksamt Reinickendorf, Friedhofsverwaltung, abgerufen am 2026-09-02
Friedhof Lübars
Zabel-Krüger-Damm 176-186, 13469 Berlin
Träger: landeseigen, Bezirksamt Reinickendorf
Nach 1890 auf einem Ackerstück angelegt; Friedhofskapelle von 1954 bis 1956; Urnengemeinschaftsanlage, Urnenwahl-, Erdwahl- und Erdreihengrabstellen.
Quelle: berlin.de, Bezirksamt Reinickendorf, Friedhofsverwaltung, abgerufen am 2026-09-02
Domfriedhof St. Hedwig und St. Sebastian-Friedhof
Ollenhauerstraße 25, 13403 Berlin und Humboldtstraße 68-73, 13403 Berlin
Träger: katholisch, Erzbistum Berlin; Friedhofsverwaltung St. Hedwig/St. Sebastian, Humboldtstraße 69
Die Kapelle des Domfriedhofs St. Hedwig ist als Baudenkmal eingetragen, datiert 1907 bis 1908.
Quelle: erzbistumberlin.de; Denkmaldatenbank Berlin, abgerufen am 2026-09-02
Zuständige Friedhofsverwaltung
Bezirksamt Reinickendorf, Straßen- und Grünflächenamt, Friedhofsverwaltung
Waidmannsluster Damm 13, 13509 Berlin
Verwaltet nach eigener Angabe zehn landeseigene Friedhöfe im Bezirk.
Quelle: berlin.de, Bezirksamt Reinickendorf, abgerufen am 2026-09-02
Friedhofsgebühren und Bestattungskosten
Für die zehn landeseigenen Friedhöfe im Bezirk gilt die Gebührenordnung für die landeseigenen Friedhöfe Berlins vom 17. November 2003; die auf berlin.de bereitgestellte Fassung weist als letzte Änderung den 11. November 2008 aus (abgerufen am 2. September 2026). Weil eine Verwaltung alle zehn Friedhöfe führt, lässt sich die Gebührenlage hier in einer Anfrage klären. Für den Domfriedhof St. Hedwig und den St. Sebastian-Friedhof gilt dagegen die Ordnung des katholischen Trägers.
Friedhofsgebühren sind Fremdkosten; wir weisen sie in der Kostenaufstellung getrennt von unserer Leistung aus und Sie erhalten die Aufstellung schriftlich, bevor Sie uns beauftragen. Wie sich ein Gesamtbetrag zusammensetzt, steht unter Bestattungskosten in Berlin.
Fristen in Berlin, die den Zeitplan bestimmen
In Berlin ist eine verstorbene Person innerhalb von 36 Stunden in eine Leichenhalle zu überführen, sofern die Bestattung nicht in dieser Zeit erfolgt (§ 9 Abs. 1 Bestattungsgesetz Berlin). Vor einer Einäscherung ist eine zweite Leichenschau vorgeschrieben, im Regelfall im einäschernden Krematorium (§ 20, Fassung gültig ab 29. Februar 2024). Aschen sind innerhalb von sechs Monaten nach der Einäscherung beizusetzen (§ 21 Abs. 2), und § 16 regelt in einer Rangfolge, wer zur Bestattung verpflichtet ist. Quelle: Bestattungsgesetz Berlin vom 2. November 1973, konsolidierte Fassung Stand 1. März 2024, abgerufen am 2. September 2026. Die nächsten Schritte im Sterbefall finden Sie unter Trauerfall.
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Häufige Fragen zur Bestattung in Reinickendorf
Welcher Friedhof in Reinickendorf ist der größte?+
Der Friedhof Reinickendorf an der Humboldtstraße 74-90. Das Bezirksamt gibt 15,5 Hektar an und bezeichnet ihn als den flächenmäßig größten landeseigenen Friedhof im Bezirk.
Gibt es in Reinickendorf ein Krematorium?+
Nein. Der Landesbetrieb Krematorium Berlin betreibt zwei Krematorien: Baumschulenweg, Kiefholzstraße 221, 12437 Berlin, und Ruhleben, Am Hain 1, 13597 Berlin. Bei einer Einäscherung planen wir den Weg dorthin mit ein.
Welche Grabarten gibt es auf den landeseigenen Friedhöfen in Reinickendorf?+
Je Standort unterschiedlich. Das Bezirksamt nennt für den Friedhof Reinickendorf Urnengemeinschaftsanlage, Urnenwahl- und Urnenreihengrab, Erdgemeinschaftsanlage, Erdwahl- und Erdreihengrab; für Wittenau Urnen- und Erdwahl- sowie Reihengrabstellen; für Lübars zusätzlich eine Urnengemeinschaftsanlage.
